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Biographie

Die Mezzosopranistin Nadine Weissmann hat in letzter Zeit vor allem als Wagner-Sängerin internationale Aufmerksamkeit erregt.

Diesen Herbst kehrt sie nach Madrid zurück, um als Cover für die Rolle der Leokadja Begbick in Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny zu arbeiten, darauf folgt Mathis der Maler in Paris, Wiederkehr nach Barcelona und Bilbao und Ring-Wiederaufnahmen in Weimar.

Zu Beginn der 2009/10 Spielzeit gab sie ihr Debut in Falstaff als Quickly an der Finnish National Opera in Helsinki, kurz darauf folgte ein Debut in Bilbao als Marthe in Faust.  2010 begann mit ihrer ersten Mary in Der fliegende Holländer am Teatro Real in Madrid, gefolgt von ihrer ersten Mahler 2 in Weimar.  Debuts als Brigitta in Die tote Stadt an der Opéra national de Lorraine in Nancy und am Teatro Real folgten danach, sowie das Open-Air Konzert Spanische Nacht mit der Staatskapelle Weimar als krönender Saisonabschluss. 

In der Saison 2008/2009 schloss sie den Ring in Weimar als Erda (Rheingold/ Siegfried), Schwertleite (Walküre), und 2.Norn/ Waltraute (Götterdämmerung) ab.  Im Januar war sie in Lissabon mit dem Gulbenkian Orchestra unter Lawrence Foster in Elektra zu hören.  Als Einspringer bei der Staatskapelle Halle mit den Berio Folk Songs unter Karl-Heinz Steffens setzte sie ein Highlight im Februar.  Beethovens 9.Sinfonie sang sie im Frühjahr sowohl in Weimar als auch in Lissabon.  Ihr Debut bei den Berliner Philharmonikern gab sie im Mai als zweiter Alt im Elias unter Seiji Ozawa. 

Nadine Weissmann ist Gewinnerin des Orchester-Preises beim internationalen Wagner-Wettbewerb der Oper von Seattle und war im August 2008 unter der Leitung von Asher Fisch dort mit großem Erfolg zu hören.  Im Juli sang sie am Nationaltheater Weimar ihren ersten kompletten Ring-Zyklus und gab ihre Rollendebuts als zweite Norn und Waltraute in der Götterdämmerung.  Arthaus hat den Zyklus auf DVD herausgebracht. 

Die Spielzeit 2007/2008 begann mit der Premiere von Siegfried am DNT, in dem sie ihre zweite Erda sang. Hoch gelobt wurde seit Januar dort ihre neue Carmen, exzellent begleitet von der Staatskapelle Weimar unter Martin Hoff.  Im Mai gab sie ihr  Debut am Gran Teatre del Liceu  als Schwertleite in den konzertanten Aufführungen der Walküre unter der Leitung von Sebastian Weigle neben Plácido Domingo..

In der Spielzeit 2006/2007 war sie als Gast in Weimar  Erda im Rheingold.  Ende des Jahres war sie konzertant mit dem Gulbenkian Orchester wieder in Lissabon zu erleben und in der Missa solemnis in Santiago de Compostela.  Im Januar ihr Debut als Emilia im Otello an der Opéra de Monte-Carlo unter Daniele Callegari.  Ab Februar 2007 war sie festes Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar und auch in der Walküre als Schwertleite zu hören.  Im März erschien die Deutsche Grammophon CD Duets  mit Anna Netrebko und Rolando Villazon unter Nicoa Luisotti, auf der Nadine als Giovanna im Duett aus Rigoletto zu hören ist.  Am Ende der Spielzeit konnte Nadine eine neue Verdi-Partie in ihr Repertoire aufnehmen: die Federica in Luisa Miller, ebenfalls in Weimar.

Im September 2005 war sie Finalistin im Opernwettbewerb von Marseille und Preisträgerin des Hilde Zadek Gesangswettbewerbes in Wien.  Im Dezember war sie als Carmen in Nordhausen zu hören und als Baba the Turk in Lübeck.  Im Januar 2006 gewann sie den zweiten Preis, den Wagner-Preis, und den Sonderpreis von Sao Paolo beim Francisco-Viñas-Wettbewerb in Barcelona.
Außerdem war sie im März 2006 im Thomas-Quasthoff-Meisterkurs und im Abschlusskonzert in der Weill Hall der Carnegie Hall zu hören.  Im April gab sie ihr Debut als Herodias in Salome mit dem Gulbenkian Orchester in Lissabon unter Lawrence Foster.  Im Juni sang  sie erstmals die Florence Pike in Albert Herring in Lübeck.  Im Sommer debütierte sie als Cover der Duenna in Betrothal in a Monastery beim Glyndebourne Festival und sang die Herodias auch am Deutschen Nationaltheater Weimar.

In der Spielzeit 2004/2005 war sie als Carmen am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin zu hören;  im März und April sang sie in The Rake's Progress erneut die Rolle der Baba erstmals am Theater Hagen. Ebenfalls im März war sie als Solistin im Konzerthaus Berlin und im Radio unter Lawrence Foster mit dem RSB in Bernsteins Jeremiah -Symphonie zu hören.

Vom März 2002 bis Juli 2004 war sie bei den Städtischen Bühnen Osnabrück engagiert. Dort war sie neben diversen Partien bereits als Marcellina (Figaro), Old Lady (Candide), Maddalena (Rigoletto), Dorabella (Così fan tutte), Gräfin Helfenstein (Hindemith:Mathis der Maler) Anita (West Side Story) und Annina (Der Rosenkavalier) zu sehen; besonders erfolgreich war ihr Rollendebut als Carmen unter Lothar Koenigs.  Im August 2004 wurde sie unter hunderten Sängern als einzige Deutsche in die Endrunden des Operalia-Wettbewerbs gewählt.

In den Jahren 2000-2002 hat sich Nadine mit Konzerten im Rahmen der Kammerkonzertreihe des DSO Berlin, mit Uraufführungen neuer Musik und in Liederabenden in und um Berlin vorgestellt. Nach ihrer Rückkehr aus den USA nahm sie an zahlreichen Wettbewerben erfolgreich teil, erhielt u.a. einen Sonderpreis beim Francisco-Viñas-Wettbewerb und war Finalistin im Bundeswettbewerb Gesang. Als Preisträgerin des Wettbewerbes Kammeroper Schloß Rheinsberg trat sie im Sommer 2002 dort als Klytämnestra in Glucks Iphigenie in Aulis und bei der Operngala auf.

Nadine Tamira Weissmann wurde 1974 in Berlin geboren. Schon während ihrer Zeit an der John -F.-Kennedy Schule konnte sie ihre Leidenschaft für Gesang in diversen Musikrichtungen als Solistin bei Konzerten und Musicals ausleben. Nach dem Abitur wurde sie an der Londoner Royal Academy of Music angenommen und machte dort 1997 ihren Bachelor of Music. Zum Aufbaustudium ging sie an die renommierte Indiana University in Bloomington, wo sie bei Virginia Zeani studierte. Neben ihrer Ausbildung trat sie als Solistin in Oratorien und Konzerten auf und sang unter anderem die Old Baroness in Barbers Vanessa und die Baba in Strawinskys The Rake’s Progress, beide unter Imre Pallo. Nach ihrem Master of Music 1999 wurde ihr ein Stipendium als Gesangsassistentin verliehen, mit dem sie ein weiteres Jahr studierte und ein Performer Diploma erhielt. Sie besuchte im Laufe ihres Studiums viele Meisterkurse, u.a. bei Brigitte Fassbaender und Marjana Lipovšek.  Gesanglich wird sie von Anneliese Fried und Jean-Ronald LaFond betreut.

(Bitte vernichten Sie vorheriges biographisches Material.  Neuere Versionen und Kurztexte können Sie per Email erfragen.)